Über mich

Sprache hat mich schon immer fasziniert – deshalb habe ich Erziehungs- und Literaturwissenschaften an der TU Dresden studiert. Was danach kam, war ein bunter Streifzug durch ganz unterschiedliche Berufswelten: durch Bildungseinrichtungen, die Wirtschaft, den Kulturbereich. Jede Station hat mir eine neue Perspektive auf Menschen und ihre Geschichten geschenkt.

Seit meiner Mediationsausbildung im Jahr 2011 arbeite ich freiberuflich als Mediatorin – und das mit ganzem Herzen. Mir ist es wichtig, jedem Menschen in seiner Konfliktsituation mit echtem Respekt zu begegnen. Denn erst wenn sich jemand gesehen fühlt, entsteht der Raum, um wirklich eine eigene, passende Lösung zu finden.

Ich habe schon viele Konflikte begleitet – in Unternehmen, in sozialen Organisationen, auf allen Ebenen. Und jedes Mal ist es aufs Neue schön zu erleben, wie Teams, Abteilungen oder ganze Führungsriegen wieder ins Arbeiten kommen, wenn der Knoten sich löst.

Meine Liebe zur Sprache begleitet mich dabei auf Schritt und Tritt. Konflikte entstehen über Sprache – und genau dort verhärten sie sich auch, wenn die Muster erst einmal dysfunktional geworden sind. Spannend finde ich, in welchen Bildern wir über unsere Konflikte sprechen. Diese Bilder sind für mich wie kleine Türen – und ich liebe es, sie in der Mediation aufzustoßen.

Ich bin Mediatorin aus vollster Überzeugung. Ja, Konflikte sind unangenehm, keine Frage. Aber sie sind eben auch eine Einladung: die Chance, festgefahrene Muster aufzubrechen und Platz zu schaffen für etwas Neues, Besseres.

Neben der Mediation begleite ich als systemischer Coach Führungskräfte und Teams in ihrer Entwicklung. Und als Organisationsentwicklerin schaue ich gemeinsam mit Unternehmen genau hin: Wo hakt es in Prozessen und Strukturen? Welche Schritte braucht es, damit echte Transformation gelingt?

Aus dieser Arbeit heraus ist eine Herzensangelegenheit entstanden, die inzwischen weit über die Einzelbegleitung hinausgeht: 2026 habe ich SuccessionOne gegründet – die erste Nachfolge-Community für Ostdeutschland. Die Idee dahinter ist einfach, und trotzdem hat sie noch niemand konsequent verfolgt: Nach der Wende hat eine ganze Generation in Ostdeutschland Unternehmen aufgebaut – und steht jetzt gemeinsam vor der Frage der Übergabe. Anders als im Westen gibt es hier aber kaum gewachsene Nachfolgekultur, kaum Vorbilder, kaum Erfahrung damit. Genau diese fehlende Erfahrung will ich mit SuccessionOne aufbauen: eine Gemeinschaft, in der Übernehmende und Abgebende nicht allein durch diesen Prozess gehen, sondern echte Begleitung und echte Menschen an ihrer Seite haben.

 

Profil Kerstin Broschell

 

  • Ausbildung zur Mediatorin am Steinbeis Institut Leipzig
  • Coachingausbildung  – Radius IKK
  • Systemische Familienberatung – Radius IKK
  • Weiterbildung im IRP-Coaching
  • Weiterbildung hypnosystemische Organisationsentwicklung nach Syst. und Trigon am MEI-Heidelberg